Südosteuropa EDC Newsletter

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Ausgabe Nr. 6,  August 2006

Vorwort der Herausgeberin

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

sicher haben Sie sich schon gefragt, warum Sie seit einigen Monaten keinen EDC Newsletter mehr erhalten. Der Grund ist, dass wir erst spät im Frühjahr die Finanzierungszusage unseres Geldgebers erhalten haben und dann so viel Arbeit hatten, dass die sechste Ausgabe erst jetzt fertig geworden ist. Wir freuen uns jedoch, dass wir Ihnen in diesem Jahr drei neue Ausgaben anbieten können.

Als Thema für diese Sonderausgabe habe ich „Wasser“ gewählt, denn damit sind Sie in Ihrem Sommerurlaub sicher in vielerlei Hinsicht in Berührung gekommen. Es ist heiß, man hat viel Durst, möchte oft duschen, schwimmt im Meer, im Fluss oder in einem See. Vielleicht waren Sie auch an einem Urlaubsort, wo plötzlich das Wasser abgestellt wurde, weil nicht genug da war.

 

 

 

Nun werden Sie fragen: Was hat das mit Demokratiebildung zu tun? Nun, viel mehr, als man auf den ersten Blick vermutet! Das Thema Wasser ist ein wichtiges Thema und sogar ein großes politisches Thema! Wasser ist die Grundlage jeden Lebens, und eines der größten Probleme auf der Welt ist, dass es nicht genug davon gibt und es außerdem sehr ungerecht verteilt ist.

Ich lade Sie also dazu ein, sich ein wenig mit einem Thema zu beschäftigen, das meines Erachtens einen festen Platz im Bildungswesen braucht, denn das Bewusstsein für die Wasserproblematik ist noch viel zu gering.

Ganz herzlich bedanken möchte ich mich bei unserer ehrenamtlichen Praktikantin Elina Stock, die dieses Thema für Sie aufbereitet und diesen Newsletter geschrieben hat.

Ich grüße Sie sehr herzlich und sende Ihnen meine besten Wünsche für den Start nach der Sommerpause!

Ingrid Halbritter
 


INHALT

edc spezial: Knapp, ungleich verteilt und hart umkämpft: Wasser - ein unverzichtbares Bildungsthema für nachhaltige Entwicklung

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts verschärft sich fast unbemerkt von einem großen Teil der Öffentlichkeit die Weltwasserkrise. Durch anhaltendes Bevölkerungswachstum, die Auswirkungen des Klimawandels und den verantwortungslosen Umgang mit der Ressource Wasser kommt es in vielen Regionen der Welt zu einer massiven Ausweitung der Wasserknappheit. Es wird Zeit, sich mit der Problematik, ihren Ursachen und Folgen auseinanderzusetzen und natürlich mit den Möglichkeiten solidarischen Handelns.


im web: Linkliste zum Thema Wasser

Hier werden Kampagnen und Berichte internationaler Organisationen zur Wasserproblematik vorgestellt sowie einige Nichtregierungsorganisationen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Außerdem gibt es Hinweise auf Websites mit didaktischen Materialien zum Thema.


impressum

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edc spezial

Knapp, ungleich verteilt und hart umkämpft: Wasser - ein unverzichtbares Bildungsthema für nachhaltige Entwicklung

Elina Stock, M.A.

Ohne Wasser gibt es kein Leben. Menschen, Tiere und Pflanzen sind abhängig vom natürlichen Wasserkreislauf der Erde. Dieser gerät jedoch - bedingt durch das stetige Bevölkerungswachstum, den steigenden Verbrauch der Süßwasservorräte, ihre zunehmende Verschmutzung sowie infolge der globalen Klimaerwärmung - immer mehr aus dem Gleichgewicht. Meldungen über Hochwasser- und Dürrekatastrophen häufen sich, und die Zahl der Länder mit gravierenden Wasserproblemen nimmt rasant zu. Nach Angaben der Vereinten Nationen könnte im Jahr 2025 jeder dritte Mensch unter akutem Wassermangel leiden. Bereits heute haben 1,1 Milliarden Menschen, etwa ein Sechstel der Weltbevölkerung, keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 2,6 Milliarden Menschen verfügen über keine oder unzureichende sanitäre Einrichtungen. Jeden Tag sterben mehr als 6.000 Menschen (davon 4.000 Kinder unter fünf Jahren!) an Durchfallerkrankungen und Infektionen, die auf verschmutztes Trinkwasser, fehlende oder mangelhafte Abwasserentsorgung zurückzuführen sind.

Ohne Wasser gibt es keine Entwicklung. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie die Verfügbarkeit von Wasser für die Nahrungsmittelproduktion sind Grundvoraussetzungen für soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Wenn Wasser nur in ungenügenden Mengen und mangelnder Qualität vorhanden ist, hat dies gravierende Folgen für die individuellen und gesellschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Angefangen beim schlechten Gesundheitszustand derjenigen, die verseuchtes Wasser trinken müssen, über den Verlust an Arbeitszeit und Zeit für die Schulbildung von Frauen und Mädchen, die in stundenlangen Fußmärschen Wasser herbeischleppen, bis zu Hungersnöten aufgrund geringer oder gar ausbleibender Ernten.

Der Zugang zu Wasser ist regional und sozial sehr ungleich verteilt. Während die meisten Länder des Nordens reichlich mit dieser lebensnotwendigen Ressource ausgestattet sind, leiden vor allem Länder des Südens unter Wasserknappheit. Gleichzeitig kommt es innerhalb der Länder mit knappen Wasservorräten zu einer wachsenden Verteilungskonkurrenz um das kostbare Gut: Während die Wohlhabenden im wahrsten Sinne des Wortes „im Wasser schwimmen”, können die armen Bevölkerungsschichten ihren Bedarf kaum decken und sind in einem Teufelskreis von Wasserknappheit, Armut, Hunger, Krankheit und Tod gefangen. Dies führt verstärkt zu Fluchtbewegungen und in zahlreichen Regionen zu Spannungen und Konflikten. In Anbetracht des raschen Bevölkerungswachstums und des steigenden Wasserverbrauchs wird sich der Verteilungskampf zwischen Stadt und Land sowie zwischen Staaten, die über gemeinsame Wasserressourcen verfügen, verschärfen. Wasser ist zu einer Kriegsgefahr geworden. In 50 Jahren, so wird prognostiziert, könnte es wertvoller sein als Gold und strategisch bedeutender als Erdöl.

Die internationale Staatengemeinschaft sieht sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit einer ernsthaften Wasserkrise konfrontiert, an deren Brisanz der erste Weltwasserentwicklungsbericht der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2003 keinen Zweifel lässt: „Von allen Krisen hinsichtlich der sozialen und natürlichen Ressourcen … ist die Wasserkrise diejenige, die unser Überleben und das unseres Planeten Erde am meisten bedroht.” Am diesjährigen Welttag des Wassers, dem 22. März, hat die Weltorganisation einen zweiten Bericht mit dem Titel „Wasser – eine gemeinsame Verantwortung“ vorgestellt und damit die Dringlichkeit der weltweiten Wasserproblematik im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung unterstrichen. Beide Berichte sind im Internet unter folgender URL verfügbar: http://www.unesco.org/water/wwap/wwdr/index.shtml

Gemeinsame Verantwortung ist ein gutes Motto, denn wenn es um die Zukunft unseres Planeten geht, sind wir alle zusammen verantwortlich – als Weltgesellschaft. Während den politischen Institutionen die Aufgabe zukommt, adäquate Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung zu schaffen, ist es die Aufgabe der Bildungsinstitutionen, Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Erde sowie für eine umweltverträgliche und gerechtere Gestaltung unserer Lebenswelt zu schaffen (siehe hierzu auch EDC Newsletter Nr. 4).

Sich in der Schule intensiver mit dem Thema Wasser zu beschäftigen, erscheint vor diesem Hintergrund unverzichtbar. Und tatsächlich: In vielen Lehrplänen findet Wasser - sei es in einzelnen Fächern, sei es als Querschnittsthema - Erwähnung. Leider mangelt es noch häufig an der Umsetzung, was – wie so oft – daran liegt, dass es zu wenig finanzielle und personelle Ressourcen gibt und die entsprechenden Materialien für den Unterricht fehlen. Ein weiterer Grund ist aber auch, dass die Wasserkrise immer noch viel zu wenig in das Bewusstsein der Lehrenden und Lernenden gelangt ist. Aus diesen Gründen habe ich ein paar Informationen zusammengetragen, die einen kleinen Einblick in das komplexe Themenfeld geben und Sie hoffentlich dazu anregen, die Wasserproblematik in Ihrem Bildungsbereich verstärkt zum Thema zu machen.

Der blaue Planet
Vom Weltraum aus gesehen erscheint uns die Erde als blauer Planet. Sie ist zu 71 Prozent mit Wasser bedeckt, wovon sich der größere Teil auf der Südhalbkugel befindet. Von dem Gesamtwasservorkommen, ca. 1.386 Millionen Kubikkilometer, entfallen allein 96,5 Prozent auf das Salzwasser der Weltmeere. Nur 3,5 Prozent des irdischen Wassers sind Süßwasser und als Trinkwasser, zur Bewässerung in der Landwirtschaft oder für industrielle Zwecke geeignet. Das meiste Süßwasser ist allerdings im Eis an den Polen, in Gletschern und Dauerfrostböden gebunden. Einen weiteren wichtigen Anteil macht das Grundwasser aus. Das Wasser der Flüsse und Binnenseen, der Atmosphäre, des Bodens und der Lebewesen ist vergleichsweise unbedeutend. Nur ein geringer Teil des Süßwassers, ca. 0,3 Prozent, ist als Trinkwasser verfügbar. Wenn die weltweiten Wasservorräte in einer Badewanne Platz hätten, dann würde der Teil, der in einem Jahr dauerhaft genutzt werden kann, kaum einen Teelöffel füllen.

… und sein bedrohtes Leben
Obwohl die Süßwasservorräte nur ein Prozent der Erdoberfläche ausmachen, beherbergen sie rund 12 Prozent aller Tierarten, einschließlich 41 Prozent aller bekannten Fischarten. So artenreich die Flüsse und Seen sind, so extrem anfällig sind sie gegenüber Umwelteinflüssen. Über ein Fünftel aller Süßwasserfischarten sind in den letzten Jahren ausgestorben oder vom Aussterben bedroht, und in manchen Regionen sind ganze Süßwasserfaunen verschwunden. Die Rote Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten, die von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources alle zwei Jahre veröffentlicht wird, wächst und wächst (http://www.iucnredlist.org)!

Wenn es darum geht, wieviel Süßwasser den Menschen zur Verfügung steht, dann zählt nicht die Gesamtmenge des Süßwassers der Erde, sondern die Geschwindigkeit, mit der die Süßwasservorräte durch den globalen Wasserkreislauf nachgeliefert werden. Maßgebend für eine nachhaltige Nutzung sind also die so genannten erneuerbaren Süßwasserressourcen, die in Form von Niederschlägen auf die Erde fallen. Wird dem Grundwasser und den Seen nämlich mehr Wasser entzogen als durch Regen nachgeliefert wird, versiegen diese Quellen längerfristig. Ein Beispiel ist der Aralsee, dessen Volumen sich seit 1950 um 80 Prozent reduziert hat, weil den Zuflüssen zuviel Wasser für die Bewässerungssysteme der Landwirtschaft entzogen worden ist.

… und sein Wasserkreislauf



Der Wasserkreislauf wird von der Sonne angetrieben. Durch Verdunstung, vor allem an der Meeresoberfläche, gelangt das Wasser als Luftfeuchtigkeit in die Atmosphäre. Hierbei kann warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Steigt warme Luft auf, kühlt sie ab und kondensiert. Es bilden sich Wolken, aus denen das Wasser in Form von Regen, Schnee oder Hagel wieder austritt und zur Erdoberfläche zurückfällt. Ein Teil regnet über den Meeren ab, ein anderer Teil gelangt über das Festland und gibt hier seinen Niederschlag ab. Während der eine Teil dieses Wassers von der vegetationslosen Oberfläche (Evaporation) verdunstet, versickert der andere Teil im Erdboden und gelangt über die pflanzliche Transpiration wieder in die Erdatmosphäre (zusammengefasst: Evapotranspiration). Über den Grundwasserabfluss, Bäche und Flüsse gelangt der Niederschlag wieder in die Meere.

Jährlich fallen durchschnittlich etwa 113.000 km³ Niederschläge auf die Kontinente und Inseln dieser Erde. Davon verdunsten etwa 72.000 km³ wieder in die Atmosphäre. Es bleiben also jährlich rund 41.000 km³, die die Grundwasservorräte wieder auffüllen können oder durch Flüsse oder auf anderem Wege ins Meer zurückgelangen. Mehr als die Hälfte davon (28.000 km³) fließt bei Überschwemmungen ungenutzt ins Meer, weitere 5.000 km³ fließen durch Gebiete, wo das Wasser nur teilweise für die menschliche Nutzung abgezweigt werden kann. Somit liegt die Obergrenze der nutzbaren, sich erneuernden Süßwassermenge zwischen 9.000 und 14.000 km³ pro Jahr. Und ein erheblicher Teil davon ist zur Aufrechterhaltung der natürlichen Ökosysteme nötig.

Wasserverfügbarkeit, Wasserknappheit und Wassermangel

Obwohl sich Wasser durch den oben beschriebenen Kreislauf ständig erneuert, ist es eine begrenzte Ressource. Die Möglichkeit der Meerwasserentsalzung hat Hoffnungen geweckt, die Weltmeere als unerschöpfliche Süßwasserquelle nutzen zu können; doch diese Technik ist und bleibt teuer, belastet die Umwelt und verbraucht eine Menge Erdöl, das auch knapp wird.

Mit steigenden Bevölkerungszahlen sinkt die verfügbare Wassermenge pro Kopf. Sie liegt angesichts einer Weltbevölkerung von 6,6 Milliarden bei einer jährlichen Durchschnittsmenge von 1.500 bis 2.000 m³ pro Person. Das sind ca. 30 Prozent weniger als im Jahr 1970, als es knapp vier Milliarden Menschen auf der Welt gab. Bei sorgsamem Umgang mit dem verfügbaren Wasser würde diese Menge auch heute für alle ausreichen, theoretisch sogar für rund 20 Milliarden Menschen. Doch die natürlichen Wasservorräte sind ungleich verteilt, denn Regen und andere Niederschläge fallen zeitlich und regional unregelmäßig.

In einigen Gebieten dieser Erde regnen regelmäßig enorme Mengen ab, wie zum Beispiel auf den pazifischen Inseln (jährlich bis zu 11.500 mm in Kanuai, Hawaii) oder Orten in Indien (Cherrapunji, jährlich 11.477 mm). In Trockengebieten gibt es dagegen kaum Niederschläge (Lima: 41 mm; El Golea in Algerien: 50 mm; Khartoum in Sudan: 160 mm) und es gibt Gebiete wie die Atacama-Wüste in Chile, wo es tatsächlich nie regnet.

Als Maß der Wasserverfügbarkeit für ein Land oder eine Region wird die jährliche erneuerbare Wassermenge pro Person verwendet. In der Schweiz, dem Wasserschloss Europas, stehen zum Beispiel pro Kopf und Jahr 6.520 m³ erneuerbare Süßwasserressourcen zur Verfügung; in Saudi Arabien, einem der wasserärmsten Länder, lediglich 160 m³. Derzeit leben über eine halbe Milliarde Menschen in Ländern, in denen es an Wasser mangelt oder in denen Wasserknappheit herrscht.

Die Begriffe Wassermangel und Wasserknappheit sind international eindeutig festgelegt. Nach der Definition der schwedischen Hydrologin Malin Falkenmark herrscht in Ländern, deren verfügbares erneuerbares Süßwasserangebot pro Kopf und Jahr unter 1700 m³ liegt, Wasserknappheit. Länder, deren jährliches Wasserangebot pro Kopf 1000 m³ unterschreitet, sind von Wassermangel betroffen, der unter 500 m³ als extrem bezeichnet wird. Im Jahr 1995 litten bereits 12 Länder unter extremen Wassermangel, und die Tendenz ist - analog zum Bevölkerungswachstum - steigend.

Die zwanzig Staaten mit der geringsten Wasserverfügbarkeit 1995

Land

Bevölkerung
(in Tausend)

Wasser in
m
³ pro Kopf

Malta

367

82

Qatar

548

91

Kuwait

1691

95

Libyen

5407

111

Bahrein

557

162

Singapur

3327

180

Barbados

261

192

Saudi-Arabien

18255

249

Jordanien

5373

318

Jemen

15027

346

Israel

5525

389

Tunesien

8987

434

Algerien

28109

527

Burundi

6064

594

Kapverdische Inseln

386

777

Oman

2207

874

Ver. Arabische Emirate

2210

902

Ägypten

62096

936

Kenia

27150

1112

Marokko

26524

1131


Die zwanzig Staaten mit der geringsten Wasserverfügbarkeit 2050

Land

Bevölkerung
(in Tausend)

Wasser in
m
³ pro Kopf

Libyen

19109

31

Kuwait

3406

47

Qatar

861

58

Malta

442

68

Saudi-Arabien

59812

76

Jemen

61129

85

Bahrein

949

96

Jordanien

16671

103

Singapur

4190

143

Barbados

306

163

Oman

10930

177

Burundi

16937

213

Israel

9144

235

Tunesien

15907

245

Algerien

58991

251

Kapverdische Inseln

864

347

Somalia

36408

371

Ruanda

16937

372

Kenia

66054

457

Ägypten

115480

503

Während heute der Nahe und Mittlere Osten sowie Nordafrika am stärksten von Wasserknappheit betroffen sind, wird es in 50 Jahren vor allem in Afrika südlich der Sahara ein Mangel an Süßwasser geben. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass sich die dortige Bevölkerung in diesem Zeitraum voraussichtlich verdoppeln, möglicherweise sogar verdreifachen wird.

Doch Wasserknappheit bedroht nicht nur Entwicklungsländer, sondern auch reiche Industrienationen wie Spanien, die USA, Japan und Teile Großbritanniens. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des WWF (World Wide Fund for Nature - http://www.panda.org) hervor. Die Umweltorganisation fordert eindringlich zu einem sparsameren und sorgsameren Umgang mit Wasser auf – zu Recht: In den Industrieländern wird pro Person im Durchschnitt täglich ca. zehnmal soviel Wasser verbraucht wie in Entwicklungsländern. Konkreter: In Nordamerika und Japan erreicht der tägliche Wasserverbrauch pro Kopf 350 Liter und in Europa verbraucht ein Mensch durchschnittlich 200 Liter Wasser am Tag. Die Menschen in der Subsahara-Region hingegen müssen zum Großteil ihren täglichen Grundbedarf (Trinken, Essen, Waschen) mit 10 bis 20 Liter decken.

Auch der Wasserverbrauch variiert somit regional beträchtlich und hängt entscheidend von dem Lebensstil, dem Entwicklungsstand und den Ernährungsgewohnheiten in den jeweiligen Regionen ab. Aber wofür genau (ver)braucht der Mensch all das Wasser?

Wasserverbrauch …

Das für den menschlichen Verbrauch benötigte Wasser umfasst den unmittelbaren menschlichen Genuss von Trinkwasser, den Bedarf zum alltäglichen Leben für Essen, Hygiene etc. (Wasserverbrauch im Haushalt) sowie den für die Sektoren Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistung erforderlichen Bedarf. Der Wasserverbrauch ist daher nicht nur ein Maß für die direkt nachgefragte Wassermenge, sondern auch für die Entsorgung. Außerdem befindet sich in den von uns konsumierten Produkten eine Menge „verstecktes“ Wasser – Wasser, das für die Produktion von Lebensmitteln benötigt wird und im internationalen Warenverkehr auch „virtuelles Wasser“ genannt wird.

… in der Landwirtschaft

Das meiste Wasser – insgesamt 70 Prozent des weltweit verfügbaren Wassers – wird in der Landwirtschaft verbraucht. Rund 250 Millionen Hektar Ackerfläche werden damit bewässert. Das sind nur 17 Prozent des gesamten Ackerlandes, aber mehr als ein Drittel der weltweiten Ernte wird darauf gewonnen. In zwei von drei Ländern entfällt der größte Wasserverbrauch auf die Landwirtschaft. Besonders hoch ist der Verbrauch in Trockengebieten wie dem Nahen Osten, Nordafrika und dem Südwesten der USA, wo fast das ganze Jahr über künstlich bewässert werden muss. Auch Staaten wie Pakistan, Indien, Indonesien und China sind vom Bewässerungsfeldbau abhängig; sie erwirtschaften damit mehr als die Hälfte ihrer Nahrungsmittelproduktion. Um die wachsende Bevölkerungszahl zu ernähren, müssen immer mehr Anbauflächen erschlossen und bewässert werden. Auch der Wasserverbrauch für die Viehzucht ist in den letzten Jahren gestiegen.

Die nachfolgende Tabelle listet beispielhaft den Wasserbedarf pro Einheit für wichtige Nahrungsmittelerzeugnisse auf.

Wasserbedarf für die Erzeugung von Nahrungsmitteln (pro Einheit)

Erzeugnis

Einheit

Wasserbedarf in m³

Rinder

Tier

4.000

Schafe und Ziegen

Tier

500

Rindfleisch, frisch

Kilogramm

15

Schaf-/Lammfleisch, frisch

Kilogramm

10

Geflügelfleisch, frisch

Kilogramm

6

Getreide

Kilogramm

1,5

Zitronen und Orangen

Kilogramm

1

Hülsen-, Wurzel-, und Knollenfrüchte

Kilogramm

1

… in der Industrie und in der Energiewirtschaft

22 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs entfallen auf die Industrie und die Energiewirtschaft. Dieser Anteil variiert entsprechend der jeweiligen Wirtschaftsstruktur und korreliert mit Einkommen und Wohlstand. Er reicht von 10 Prozent in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen bis zu 59 Prozent in Ländern mit hohem Einkommen. In Europa wird über die Hälfte des verfügbaren Wassers in der Industrie und für die Energieerzeugung verbraucht.

Die Industrie verwendet Wasser zur Kühlung, zur Verarbeitung, zur Reinigung und zur Abfallbeseitigung. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht zum Wasserverbrauch für die Herstellung einiger Produkte:

1 Getränkedose

3 Liter

1 kg PVC

550 Liter

1 kg gefärbtes Garn

2.500 Liter

1 Baumwoll-Jeans

8.000 Liter

1 Baumwoll-T-Shirt

4.000 Liter

1 t Stahl

20.000 Liter

1 PC

30.000 Liter

1 t Benzin

70.000 Liter

1 t Zellstoff

550.000 Liter

1 t Papier

500.000 bis 1.500.000 Liter

1 Auto

100.000 bis 380.000 Liter

Für die Energieerzeugung ist Wasser in vielen Gebieten wichtig, vor allem für die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft und für den Einsatz für Kühlzwecke in Wärmekraftwerken. Atom- und Fossilbrennstoff-Kraftwerke sind die größten industriellen Einzelverbraucher; sie verwenden unglaubliche Wassermengen zur Kühlung. Zwar wird der größte Teil des industriell genutzten Wassers in den Wasserkreislauf zurückgeführt, doch dann ist es oft mit Chemikalien und Schwermetallen verseucht oder so stark erwärmt, dass die Ökosysteme des Wassers leiden.

… im Haushalt

Der Wasserverbrauch in Privathaushalten, in Einrichtungen wie Gaststätten und Krankenhäusern macht den kleinsten Teil des weltweiten Wasserverbrauchs aus. Im Durchschnitt beträgt er acht Prozent. Dass dieser Anteil ungleich verteilt ist, braucht eigentlich nicht noch einmal erwähnt zu werden. Dennoch tue ich es und ziehe zur Veranschaulichung wieder ein paar Zahlenbeispiele heran:

In Südkalifornien mit seinen riesigen Gartenanlagen, Swimmingpools und Golfplätzen liegt der Tagesverbrauch bei 3.000 Litern pro Kopf. 50 Liter ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO - http://www.who.int/en) der minimale Tagesbedarf eines Menschen, damit er ein einigermaßen würdiges Leben führen kann.

Diese Menge steht längst nicht allen Menschen zur Verfügung; 1,1 Milliarden weltweit haben nicht einmal 20 Liter Wasser pro Tag. In vielen Regionen Indiens müssen die für die tägliche Wasserbeschaffung zuständigen Frauen bis zu zwölf Kilometer zurücklegen, um (hoffentlich) mit ein paar gefüllten Gefäßen mit Brunnenwasser auf dem Kopf in ihre Dörfer zurückkehren zu können. In unseren Breiten hingegen sind wir mehrheitlich an scheinbar unbegrenzt fließendes Wasser aus dem Wasserhahn in nächster Reichweite gewöhnt und verbrauchen mit einer einzigen Toilettenspülung dieselbe Menge Wasser, die mancherorts einer ganzen Familie das tägliche Überleben sichert. Die folgende Gegenüberstellung von einem durchschnittlichen österreichischen und indischen Haushaltswasserverbrauch verdeutlicht, wo Einsparpotentiale liegen:

Vom österreichischen Haushaltswasserverbrauch von täglich 150 l Wasser pro Person entfallen auf:

Vom indischen Haushaltswasserverbrauch von täglich 25 l Wasser pro Person entfallen auf:

Toilettenspülung

48 Liter

Toilettenspülung

0,25 Liter

Baden, Duschen

43 Liter

Baden, Duschen

8 Liter

Wäschewaschen

18 Liter

Wäschewaschen

0 Liter

Körperpflege

9 Liter

Körperpflege

0 Liter

Geschirrspülen

6 Liter

Geschirrspülen

9 Liter

Gartenbewässerung

6 Liter

Gartenbewässerung

0 Liter

Trinken, Kochen

3 Liter

Trinken, Kochen

3,75 Liter

Autowaschen

3 Liter

Autowaschen

0 Liter

Sonstiges

14 Liter

Sonstiges

4 Liter

Summe

150 Liter

Summe

25 Liter

Ursachen und Folgen von Wasserknappheit

Weltweit betrachtet wächst die Nachfrage nach Wasser doppelt so schnell wie die Bevölkerung. Bis zum Jahr 2035 werden laut einer Schätzung der Vereinten Nationen mindestens 40 Prozent der Weltbevölkerung in Ländern leben, in denen chronische Wasserknappheit herrscht. Neben der unabänderlichen Tatsache, dass Wasser eine begrenzte und regional ungleich verteilte Ressource ist, die Anzahl der auf dieser Erde lebenden Menschen und dementsprechend der Verbrauch wächst, gibt es eine Reihe weiterer Ursachen für die Wasserkrise, denen entgegengewirkt werden kann. Dazu gehören:

Wasserverschwendung durch

• ineffektive Bewässerungsmethoden in der Landwirtschaft
• rückständige Produktionsweisen in der Industrie
• lecke Leitungen
• Freizeit- und Tourismusbedarf

Wasserverschmutzung durch

• fehlende Abwasserentsorgung
• Pestizide aus der Landwirtschaft
• Industrieabwässer
• eindringendes Salzwasser durch Grundwasserentnahme

Schädigungen des Ökosystems durch

• Abholzung, Bodenerosion, Bodenversiegelung
• Klimawandel

Diese Ursachen sind vielfältig und stehen in einem komplexen Zusammenhang mit menschlichen Lebensweisen, insbesondere mit dem Konsumverhalten in modernen Gesellschaften, das es im Hinblick auf die verheerenden sozialen und ökologischen Auswirkungen zu überdenken gilt (siehe D@dalos Online-Lehrbuch zum Thema Nachhaltigkeit).

Von den Folgen der Wasserknappheit sind in erster Linie arme Bevölkerungsschichten betroffen, denen die Mittel fehlen, um sich Zugang zu sauberem Wasser zu verschaffen. Für die Menschheit ist Armut sowohl ein Symptom als auch eine Ursache der Wasserkrise, deren Ausmaße ich hier noch einmal zusammenfasse:

  • Mit Wassermangel einher gehen fast 80% aller Krankheiten in den Entwicklungsländern. Fehlende oder schlechte Infrastruktur für die Wasserversorgung (z.B. keine Brunnen oder kaputte Leitungen) und zur Wasseraufbereitung (z.B. keine Kläranlagen) kostet jährlich zwölf Millionen Menschen das Leben und verursacht eine extrem hohe Kindersterblichkeit.

  • Aufgrund fehlenden Wassers entstehen erhebliche Ernährungsprobleme.

  • Wassermangel ist ein Auslöser für Landflucht und das sprunghafte Anwachsen der Metropolen. Weltweit gibt es ca. 25 Millionen Wasserflüchtlinge.

  • Wassermangel ist eine Ursache bedrohlicher zwischenstaatlicher und innerstaatlicher Konflikte.

  • Wassermangel motiviert Raubbau an der Natur und die Zerstörung natürlicher Ressourcen.

  • Wasserverfügbarkeit wird zum Instrument der Macht und der Unterdrückung.

Die Beseitigung der Armut, die Veränderung nicht nachhaltiger Konsumgewohnheiten und Produktionsweisen sowie der Schutz der natürlichen Ressourcen vor Übernutzung und Verschmutzung sind wesentliche Voraussetzungen zur Lösung der Wasserkrise, die uns – wenn auch nicht im selben Ausmaß - alle betrifft. Die Bewusstseinsbildung darüber gehört zu den wichtigsten Aufgaben einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wasser ist ein gemeinsames Gut der Menschheit, das in Achtung vor den künftigen Generationen zu erhalten ist. Inhalt einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sollte deshalb auch sein, den Zugang zu Wasser als ein Menschenrecht zu vermitteln.

Das Menschenrecht auf Wasser

Der griechische Philosoph Plato sagte vor fast 2.500 Jahren: „Das Wasser ist die nötigste Sache zum Unterhalt des Lebens, und gerade diese ist leicht zu verderben. Daher bedarf es eines schützenden Gesetzes.“ Seine Aussage hat an Aktualität nichts eingebüßt. Die heutigen Prozesse der Verknappung und der Kommerzialisierung des Wassers haben zur Folge, dass der Zugang zahlreicher Menschen zu Wasser eingeschränkt wird, wenn sie nicht bezahlen können.

Das ist auch in Europa der Fall, so zum Beispiel in Großbritannien, wo die Wasserpreise im Zuge der Privatisierung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung seit den 1980er Jahren immer weiter steigen. Dies hat vermehrt zu Forderungen sozialer Bewegungen geführt, das Recht auf Wasser als Menschenrecht anzuerkennen und den Grundbedarf an Wasser, den Zugang zu sauberem Trinkwasser und seine gerechte Verteilung sicherzustellen.

Das Recht auf Wasser ist in den ersten Menschenrechtserklärungen nicht spezifisch erwähnt; so wird es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 nur auf indirekte Weise anerkannt – als Konsequenz von Art. 25: „Jeder Mensch hat das Recht auf einen Lebensstandard angemessen für Gesundheit und Wohlfahrt...“. 1976 traten in Ergänzung dazu die beiden Pakte über bürgerliche und politische Rechte (Zivilpakt) sowie über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (Sozialpakt) in Kraft (siehe D@dalos Online-Lehrbuch zum Thema Menschenrechte).

Diese Rechte wurden in den 1990er Jahren weltweit aufgewertet, zum Beispiel durch die kritische Begutachtung der von den Staaten alle fünf Jahre abzuliefernden Menschenrechtsberichte, worin auch dem Recht auf Wasser mehr Beachtung geschenkt wurde. Ein wichtiger Schritt war die Ernennung eines Sonderberichterstatters zum Recht auf Wasser durch die UN-Menschenrechtsunterkommission im Jahr 2001.

Bahnbrechend für die offizielle Bestätigung des Menschenrechts auf Wasser durch die Vereinten Nationen ist allerdings der „Allgemeine Kommentar 15 zum Recht auf Wasser” vom November 2002, der vom UN-Ausschuss über die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte verabschiedet wurde.

Ausgehend davon, dass ohne angemessene Wasserversorgung physisches Überleben und ein Leben in Gesundheit nicht möglich sind, sieht der Ausschuss das Recht auf Wasser vor allem in Artikel 11 des Sozialpakts („Recht auf einen angemessenen Lebensstandard“) begründet. Dem Komitee zufolge berechtigt das Menschenrecht auf Wasser daher jede Person zu „ausreichendem, sicherem, annehmbarem, physisch zugänglichem und bezahlbarem Wasser für den persönlichen und häuslichen Gebrauch“. Darunter fällt vor allem Wasser zum Trinken, Kochen und für die persönliche und häusliche Hygiene.

Konkret heißt das: Wasser sollte

  • … in „ausreichender“ Menge verfügbar sein. Eine genaue Menge ist nicht vorgegeben. Allerdings kann man davon ausgehen, dass mindestens 20 Liter pro Tag und Person notwendig sind, um dauerhaft vor Mangelerscheinungen und lebensgefährlichen Krankheiten geschützt zu sein.

  • … nicht zu weit entfernt und ohne Gefahr für Körper und Leben erreichbar sein („physisch zugänglich“). Auch hier kann man nicht eindeutig festlegen, wie lang der Weg zur Wasserquelle maximal sein sollte. Allerdings zeigen Untersuchungen, dass bei einem Weg, der länger als eine halbe Stunde dauert, kaum noch ausreichend Wasser nach Hause geschafft werden kann. In der Definition des „Zugangs zu Trinkwasser“ geht man von einem Kilometer als maximal zumutbare Distanz aus.

  • … eine Qualität aufweisen, die nicht die Gesundheit gefährdet („sicher“), und auch in Bezug auf Geruch, Aussehen usw. sollte es akzeptabel sein („annehmbar“).

  • … „bezahlbar“ sein, also nicht so teuer sein, dass die notwendige Menge gar nicht oder nur auf Kosten anderer lebensnotwendiger Dinge, wie Nahrung, Wohnung, Kleidung, etc., erworben werden kann.

Kommentare sind Auslegungen der Internationalen Menschenrechtsvereinbarungen, die zwar keinen offiziellen Rechtsstatus haben, aber sehr einflussreich für die Interpretation der Pakte sind. In den Auseinandersetzungen um die Wasserversorgung der Armen und der zukünftigen Generationen ist der Kommentar ein wichtiger Bezugspunkt. So zum Beispiel verurteilte ein Gericht im argentinischen Cordoba die Stadt und die Provinz unter anderem wegen Verletzung des Menschenrechts auf Wasser mit Verweis auf den Pakt. Sie wurden verpflichtet, den Klägern aus den betroffenen Stadtteilen so lange kostenlos Wasser zu liefern, bis das Problem behoben wird. Als Ergebnis des Urteils haben die Zuständigen bei der Stadt und der Provinz damit begonnen, das Abwasser- und Wasserversorgungssystem zu verbessern und auszuweiten.

Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig Rechtsdokumente sind, um im Fall von Verletzungen des Rechts auf Wasser Druck auf Regierungen ausüben zu können. Allerdings gehört das Recht auf Wasser bislang nicht zu den verbindlichen Verpflichtungen eines Staates, da es kein expliziter Bestandteil völkerrechtlicher Verträge ist. Der weitreichendste Vorschlag wäre diesbezüglich eine internationale Konvention zum Recht auf Wasser. Eine solche Konvention würde detaillierte Standards zum Recht auf Wasser in das internationale Recht einführen, die über den Allgemeinen Kommentar noch hinausgehen und außerdem rechtlich bindend sind.

Die Forderung nach der Anerkennung des Menschenrechts auf Wasser findet international eine immer breitere Unterstützung. Während Millionen von Menschen um den Zugang zu Wasser und somit um ihr Überleben kämpfen müssen, haben staatliche und nichtstaatliche Organisationen dieser Situation den Kampf angesagt. Auch dies ist in Anbetracht widerstreitender politischer und ökonomischer Interessen ein harter Kampf!

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im web


Linkliste zum Thema Wasser


Kampagnen, Berichte und Maßnahmen auf internationaler Ebene

http://www.un.org/waterforlifedecade/
Offizielle Website zur Dekade „Wasser für Leben“, die am 22. März 2005 von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde und in ihren fünf Amtssprachen (Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch und Spanisch) Informationen bereitstellt.

http://www.unwater.org/
Englischsprachige Homepage von UN-Water, ein Mechanismus innerhalb der Vereinten Nationen, der 2003 - nach dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg - eingerichtet wurde. Sein Zweck ist die Unterstützung von Staaten bei der Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele im Wasserbereich bis 2015.

http://www.worldwaterday.org
Hier finden Sie Informationen zum Weltwassertag am 22. März in den Sprachen Englisch, Französisch, Portugiesisch und Spanisch. Außerdem gibt es viele Links zu anderen Informationsangeboten zum Thema Wasser.

http://www.wateryear2003.org/
Offizielle Website der UNESCO zum Jahr des Süßwassers 2003 in englischer, französischer und spanischer Sprache.

http://www.iydd2006.org/
Offizielle Website der UNESCO zum Internationalen Jahr der Wüsten und der Wüstenbildung 2006 in englischer, französischer und spanischer Sprache.

http://www.unesco.org/water/wwap/wwdr1/
Auf dieser Website der UNESCO gibt es ausführliche Informationen zum ersten Weltwasserentwicklungsbericht der Vereinten Nationen „ Wasser ist Leben“ aus dem Jahr 2003 in englischer, französischer und spanischer Sprache. Die Vollversion des Berichts ist in allen fünf Amtssprachen der VN als pdf-Datei verfügbar.

http://www.unesco.org/water/wwap/wwdr2/
Auf dieser Website der UNESCO gibt es ausführliche Informationen zum zweiten Weltwasserentwicklungsbericht der Vereinten Nationen „Wasser – eine gemeinsame Verantwortung“ aus dem Jahr 2006 in englischer, französischer und spanischer Sprache. Auch der Bericht selbst kann in diesen Sprachen als pdf-Datei heruntergeladen werden; Übersetzungen in weitere Sprachen sollen folgen.

http://assets.panda.org/downloads/rich_countries_poor_water_final_170706.pdf
Hier finden Sie den aktuellen, englischsprachigen Bericht der Umweltorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) mit dem Titel „Rich Countries – Poor Water“.

http://www.iucnredlist.org
Homepage der Internationalen Naturschutzunion (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources), die alle zwei Jahre die Rote Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten veröffentlicht.

http://www.helvetas.ch  
Homepage der Schweizer Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit in deutscher, englischer, französischer und italienischer Sprache. Helvetas hat einen Arbeitsschwerpunkt zum Thema Wasser.

http://www.menschen-recht-wasser.de
MenschenRechtWasser ist eine Kampagne der deutschen Nichtregierungsorganisation Brot für die Welt. Viele Informationen der umfangreichen Website sind in
deutscher, englischer und spanischer Sprache verfügbar, so zum Beispiel der Allgemeine Kommentar zum Recht auf Wasser.


Didaktische Materialien zum Thema Wasser

http://ga.water.usgs.gov/edu/watercycle.html
Diagramm des Wasserkreislaufs in 33 Sprachen (u.a. Albanisch, Bulgarisch, Kroatisch, Mazedonisch, Serbisch, Slowenisch, Rumänisch); zum Teil mit erklärendem Text.

http://www.wasser2003bildung.ch/
Umfangreiche Website in deutscher, französischer und italienischer Sprache mit Unterrichtsmaterialien.

http://www.visumsurf.ch/wasser2003/
Wissensquiz zum Jahr des Wassers 2003 in deutscher, englischer und französischer Sprache.


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