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Suedosteuropa EDC Newsletter
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Ausgabe Nr.
2
vom 31. Januar 2005
Vorwort der
Herausgeberin
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
anders als angekuendigt – und leider mit Verspaetung – erhalten Sie
heute ein „Special“, also eine Spezialausgabe des Newsletters: Es geht
um den Europarat. Er ist kaum bekannt, wird oft mit der EU verwechselt,
ist aber fuer unseren Bildungsbereich, naemlich die Demokratie-Bildung,
die wichtigste europaeische Institution. Und dies in zweifacher Hinsicht:
erstens als Gegenstand der politischen Bildung und zweitens als Lobbyist
fuer Bildungspolitik, Lieferant von Ressourcen, Organisator und Sponsor
von Veranstaltungen und eine Art gesamteuropaeische Dachorganisation.
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Anlass fuer diese Spezialausgabe ist das „Europaeische
Jahr fuer Demokratie-Bildung“, das mit einer grossen Konferenz Mitte
Dezember 2004 in Sofia begann. Obwohl der Europarat politisch weit
weniger einflussreich ist als die EU, besitzt er gerade fuer
Suedosteuropa in den Bereichen Demokratiefoerderung und Schutz der
Menschenrechte sehr viel mehr unmittelbare Relevanz. Deshalb verdient er
Aufmerksamkeit, und ich moechte mit diesem Newsletter dazu beitragen und
Sie dazu motivieren, im Jahr 2005 ihre eigenen Aktivitaeten der
Demokratie-Bildung als Teil dieses europaeischen Jahres zu begreifen und
bekannt zu machen!
Dieser Newsletter ist also ein umfassendes Servicepaket zum Europarat
und wendet sich vor allem an diejenigen, die kein Englisch verstehen
oder keine Moeglichkeit haben, tagelang die umfangreiche Website des
Europarats nach Brauchbarem zu durchsuchen. Um Sie nicht mit zu viel
Information zu belasten, werden Sie in der naechsten Ausgabe einen
Sonderteil ueber die Europaeische Menschenrechtskonvention und den
Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte finden. Sie sind die
wirksamsten Instrumente des Europarats.
Herzliche Gruesse und meine besten Wuensche fuers neue Jahr!
Ihre Ingrid Halbritter
INHALT
wir stellen vor: Der Europarat ist
die aelteste und – was die Zahl an Mitgliedstaaten angeht - groesste
zwischenstaatliche Organisation in Europa. In diesem Kapitel geht es um
den historischen Kontext seiner Gruendung, die Struktur, Ziele und
Arbeitsbereiche.
zum beispiel … Das Europaeische Jahr zur
Demokratie-Bildung 2005: Demokratie-Bildung oder EDC (Education for
Democratic Citizenship) ist eine der wichtigsten Aufgaben des Europarats
im Bildungsbereich. 2005 ist das Europaeische Jahr zur
Demokratie-Bildung, eine grosse Chance, in ganz Europa Politiker, Lehrer
und Buerger darauf aufmerksam zu machen, dass aktives Engagement in
Gesellschaft und Politik Faehigkeiten erfordern, die durch Bildung
vermittelt werden. In diesem Abschnitt finden Sie alles, was Sie ueber
das Europaeische Jahr wissen muessen, und direkte Links zu verschiedenen
Veroeffentlichungen, auch in Ihrer Sprache.
im web: Die Website des Europarats
www.coe.int - Der
Europarat bietet eine sehr gute und umfangreiche Website an, die jedoch
durch Umfang und Struktur schwierig zu nutzen ist, besonders fuer
diejenigen, die kein Englisch verstehen. Dieses Kapitel soll allen
Interessierten eine Art Gebrauchsanweisung anbieten und direkten Zugang
zu relevanten Informationen und Dokumenten geben, gerade auch in den
Sprachen Suedosteuropas.
impressum
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wir stellen vor:
Der Europarat
Ingrid Halbritter
Europarat – hat das nicht mit der Europäischen Union zu tun? Nun,
indirekt schon, aber es handelt sich tatsächlich um zwei ganz
unterschiedliche Institutionen, wobei der Europarat eindeutig weniger
bekannt ist als die EU. Tatsache ist: der Europarat ist die groesste und
aelteste zwischenstaatliche politische Organisation in Europa. Sein
Mitgliederbestand ist mittlerweile auf 46 Laender angewachsen. Juengst
sind Serbien-Montenegro und Monaco beigetreten. Alle Staaten
Suedosteuropas sind Mitglieder. Als erstes trat 1992 Bulgarien bei.

[Die
46 Mitgliedstaaten des Europarats] |
Die
Beziehung zur EU gibt es zum Beispiel insofern, als kein Land bisher
der EU beigetreten ist, ohne zuvor beim Europarat Mitglied zu sein.
In der praktischen Arbeit wurden in juengster Zeit Kooperationen
begonnen, in manchen Programmen teilen sich zum Beispiel beide
Organisationen die Kosten und planen gemeinsam. Das ist etwa der
Fall bei dem grossen Lehrerfortbildungsprogramm fuer
Menschenrechtserziehung in Bosnien-Herzegowina.
Der Europarat hat seinen Sitz in Strasbourg im Osten Frankreichs, wo
fast 2000 Beamte aus allen Mitgliedstaaten in einem riesigen und
architektonisch beeindruckenden Bauwerk – dem „Palais d´Europe“
(„Europa-Palast“) – fuer Menschenrechte, Demokratie und ein
Zusammenwachsen der Staaten in Europa arbeiten. Jedes Jahr geben die
Mitgliedstaaten etwa 180 Millionen Euro aus, um die Werte, die damit
verbunden sind, in Europa zu verwirklichen! |
Aus Gruenden
der besseren Lesbarkeit habe ich mich dazu entschlossen, in den
nachfolgenden Abschnitten keine Links zur Website des Europarats
einzufuegen. Sie finden zu allen Themen, die hier angesprochen werden,
die direkten Links im dritten Teil des Newsletters (im
web).
Gruendung des Europarats: Hintergrund, Kontext und Motive
Schon nach dem Ersten, vor allem aber waehrend und nach dem Zweiten
Weltkrieg wurde viel darueber nachgedacht, wie man in Zukunft solche
Katastrophen verhindern koenne. Der ehemalige britische Premierminister
Winston Churchill kleidete 1946 seine Idee in folgende Worte: „Wir
muessen eine Art von Vereinigten Staaten von Europa schaffen!“
Es gab damals viele verschiedene Bewegungen mit dem gemeinsamen Ziel,
die Staaten in Europa zusammen zu bringen. Allerdings hatten sie
unterschiedliche politische Motive und unterschiedliche Vorstellungen,
wie viel politische Macht solch eine ueberstaatliche Organisation
erhalten sollte.
Die USA waren lange Zeit gegen ein vereintes Europa und befuerworteten
eher einen internationalen Zusammenschluss in Form der Vereinten
Nationen (UNO). Erst als sich der Kalte Krieg, also der Konflikt
zwischen der Sowjetunion (einschliesslich ihrer Einflusssphaere in
Osteuropa) und Amerika mit seinen westeuropaeischen „Schuetzlingen“
verschaerfte, unterstuetzen sie diese Idee.
Weitere europaeische Organisationen
Zur gleichen Zeit entstanden andere europaeische Organisationen, in
denen die (west)europaeischen Laender eng zusammenarbeiteten, naemlich
die OEEC (Organisation for European Economic Co-operation, deutsch:
Organisation fuer Europaeische Wirtschaftliche Zusammenarbeit), die NATO
(North Atlantic Treaty Organisation, deutsch: Nordatlantische
Vertragsorganisation) und die Europaeische Gemeinschaft fuer Kohle und
Stahl (EGKS) – der erste Schritt zur heutigen Europaeischen Union.
Die OEEC (heute: OECD,
deutsch: Organisation fuer Wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung) wurde gegruendet, um die Verteilung der Hilfsgelder des
Marshall-Plans zu organisieren.
Die NATO hatte das
Ziel, ihre Mitgliedstaaten gegen die „kommunistische Gefahr“ zu
verteidigen. Die EGKS wurde von Deutschland, Frankreich, Italien,
Belgien, Luxemburg und den Niederlanden gegruendet und hatte das Ziel,
durch die Koordinierung und Kontrolle der Schwerindustrie (Kohle- und
Stahlproduktion), die fuer Ruestung natuerlich am wichtigsten ist, den
Frieden zu sichern und die Wirtschaft anzukurbeln.
Der Europa-Kongress von Den Haag
Doch zurueck zur eigentlichen Idee der europaeischen Einigung: Nach
langer Vorarbeit organisierte der Schwiegersohn Winston Churchills
Anfang Mai 1948 den „Europa-Kongress“ in Den Haag, wo sich ueber 1000
prominente Verfechter der Europaidee aus 20 Laendern und verschiedenen
Bewegungen trafen. Der Kongress sollte zeigen, wie populaer diese Idee
war, aber auch die Regierungen der einzelnen Laender zum Handeln
auffordern.
Ueber die Ziele war man sich also einig: man wollte die Sicherheit in
Europa durch einen politischen Zusammenschluss in Zukunft gewaehrleisten,
eine Charta der Menschenrechte einrichten und einen Gerichtshof
aufbauen, der diese Beschluesse durchsetzen sollte. Uneinigkeit bestand
jedoch ueber die Form und Intensitaet der Zusammenarbeit sowie ueber die
Art und Weise, wie Entscheidungen getroffen werden sollten. Manche
Staaten fanden, eine Parlamentarische Versammlung, bestehend aus
Angehoerigen der nationalen Parlamente, sollte entscheiden. Anderen –
allen voran Grossbritannien – ging das zu weit. Sie waren fuer eine
Zusammenarbeit der Regierungen. Die Parlamentarische Versammlung sollte
nur beratend taetig sein.
Schliesslich einigte man sich auf einen Kompromiss, und 10 Staaten
gruendeten am 5. Mai 1949 in London den Europarat. Entscheiden sollte
ein Ministerkomitee, und zwar einstimmig. Das Ministerkomitee besteht
aus den Aussenministern der Mitgliedstaaten. Dies bedeutet, dass der
Europarat zwar der grossen Idee eines „Vereinigten Europas“ eine erste
vage Gestalt gab. Die Hoffnungen auf eine politisch machtvolle
Organisation, die ueber den Nationalstaaten steht, wurden aber
enttaeuscht. Die Organisation blieb in den Haenden der Regierungen und
damit auch den je eigenen Interessen unterworfen.
Die Ziele: Frieden und Demokratie
Die Ziele des Europarats sind in seiner Satzung festgeschrieben. Artikel
1 lautet: „Der Europarat hat die Aufgabe, „… eine engere Verbindung
zwischen seinen Mitgliedern zum Schutze und zur Foerderung der Ideale
und Grundsaetze, die ihr gemeinsames Erbe bilden, herzustellen und ihren
wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu foerdern“.
Mit anderen Worten: der Europarat bzw. seine Mitglieder haben sich als
gemeinsames Ziel gesetzt, dass in Europa Frieden, Demokratie,
Rechtstaatlichkeit und soziale Gerechtigkeit herrscht und dass Staaten
weder einzelnen Menschen noch anderen Staaten ohne Strafe und Vergeltung
Unrecht zufuegen koennen.
Der Aufbau: Organe und Institutionen
Bevor wir uns anschauen, wie diese hehren Ziele umgesetzt werden, werfen
wir einen kurzen Blick auf den Aufbau des Europarats. Dabei
unterscheiden wir seine Organe, Institutionen und die Organisation der
praktischen Arbeit. Es gibt zwei in der Satzung verankerte Organe: Das
Ministerkomitee und die Parlamentarische Versammlung.
Das Ministerkomitee besteht aus den Aussenministern der 46
Mitgliedstaaten bzw. ihren Staendigen Vertretern, die in Strasbourg
leben und sich jede Woche treffen - in verschiedenen thematischen
Ausschuessen sogar oefter. Die Aussenminister kommen zweimal im Jahr
zusammen. Das Ministerkomitee entscheidet zum Beispiel ueber die
Aufnahme neuer Mitglieder, beschliesst Konventionen, Abkommen und
Empfehlungen, den Haushalt sowie das Arbeitsprogramm des Europarats.
Die Parlamentarische Versammlung besteht aus derzeit 313
Vertretern und 313 Stellvertretern der 46 nationalen Parlamente. Ihre
Zahl pro Land haengt von der Bevoelkerungsgroesse des Mitgliedsstaates
ab. Es gibt fuenf grosse politische Fraktionen. Sitzungen finden
vierteljaehrlich in Strasbourg statt und sind oeffentlich. Die Aufgaben
der Versammlung sind unter anderem:
- Wahl des Generalsekretaers und der Richter des Gerichtshofs fuer
Menschenrechte;
- Beobachtung, ob die Mitgliedstaaten ihre Verpflichtungen einhalten;
- Debatten ueber politische Angelegenheiten und Ereignisse;
- Vorschlaege an das Ministerkomitee (zum Beispiel zur Europaeischen
Konvention zur Verhuetung von Folter).
Wichtige Aufgaben werden in 12 verschiedenen Ausschuessen erledigt. Ein
Beispiel ist der Ausschuss fuer die Gleichstellung von Frauen und
Maennern.
Der Generalsekretaer und seine Stellvertreterin
Der neue Generalsekretaer ist Brite und heisst Terry Davis. Er hat
sowohl in der Privatwirtschaft als auch in der britischen und
internationalen Politik grosse Erfahrung, war viele Jahre Mitglied von
britischen Delegationen und Ausschuessen beim Europarat und anderen
europaeischen und internationalen Organisationen. Seine Stellvertreterin
ist Hollaenderin und heisst Maud de Boer-Buquicchio. Sie arbeitet seit
1969 beim Europarat und war die meiste Zeit beim
Menschenrechtsgerichtshof.
Der Generalsekretaer und sein Stellvertreter werden von der
Parlamentarischen Versammlung auf Empfehlung des Ministerkomitees fuer
fuenf Jahre gewaehlt. Sie sind dafuer verantwortlich, dass die Ziele des
Europarats erreicht werden. Konkreter heisst das, dass sie strategische
Weichen stellen und fuer das Tagesgeschaeft die Verantwortung tragen.
Weiterhin gibt es im Europarat drei Institutionen: den Europaeischen
Gerichtshof fuer Menschenrechte, den Kommissar fuer Menschenrechte und
den Kongress der Gemeinden und Regionen.
Der Europaeische Gerichtshof fuer Menschenrechte mit Sitz in
Strasbourg besteht aus 46 Richtern (einem pro Mitgliedstaat). Seine
Aufgabe ist es zu entscheiden, ob die Europaeische
Menschenrechtskonvention verletzt wurde. Eine detaillierte Beschreibung
finden Sie im naechsten Newsletter!
Die Institution des Kommissars fuer Menschenrechte ist relativ
neu: sie wurde erst 1999 geschaffen, vermutlich als Antwort auf die
sprunghaft ansteigende Zahl von Beschwerden, die beim Gerichtshof
eingehen. Der Kommissar wird von der Parlamentarischen Versammlung fuer
sechs Jahre gewaehlt. Seine Hauptaufgabe ist es, die Mitgliedstaaten bei
der Umsetzung der Menschenrechtskonvention zu unterstuetzen. Das
bedeutet z.B. zu beobachten, ob die Menschenrechte respektiert werden,
herauszufinden, ob es Probleme in der nationalen Gesetzgebung gibt und
mit anderen Organisationen, die Menschenrechte schuetzen,
zusammenzuarbeiten.
Der Kongress der Gemeinden und Regionen besteht aus 313 gewählten
Vertretern von Gemeinde- und Stadträten, Regional- und
Kantonsparlamenten der Europarats-Mitgliedstaaten. Er trifft sich einmal
jährlich. Die staendige Arbeit wird von einem Sekretariat mit 40
Mitarbeitern in Strasbourg erledigt. Der Kongress beraet das
Ministerkomitee und die Parlamentarische Versammlung in allen Fragen der
Kommunal- und Regionalpolitik.
Demokratie auf regionaler und Gemeindeebene ist fuer den Europarat von
grosser Bedeutung, denn dort herrscht die groesste Naehe zwischen
Politik und Buerger! Die Arbeit dieses Kongresses ist gerade fuer die
„Neuen Demokratien“ in Ost- und Suedosteuropa besonders wichtig, und es
gibt viele Programme, die besonders auf den Balkan ausgerichtet sind.
Zum Beispiel dient die Europaeische Charta fuer kommunale
Selbstverwaltung (1985) den Laendern als Leitbild fuer ihre Reformen, es
gibt ein Forum der Staedte und Regionen in Suedosteuropa, das sich jedes
Jahr trifft, und eine Datenbank, wo Partnerschaften zwischen Staedten
und Regionen dokumentiert sind.
Vorsicht Verwechslungsgefahr!
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Europarat |
Europaeischer Rat |
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46
Mitgliedstaaten, Sitz in Strasbourg |
Treffen der
Staats- und Regierungschefs der EU |
|
Parlamentarische Versammlung des Europarats |
Europaeisches Parlament |
|
Parlamentarisches Organ des Europarats, 313 Abgeordnete aus 46
Mitgliedstaaten |
Parlamentarisches Organ der EU, 723 Abgeordnete aus 25
Mitgliedstaaten |
|
Europaeische
Kommission fuer Menschenrechte |
Europaeische
Kommission |
|
Bestand bis
1998. Prüfte bis dahin, ob Beschwerden gemaess der
Menschenrechtskonvention zulaessig sind. |
Exekutivorgan
der EU. Besteht aus 25 Kommissaren aus den EU-Mitgliedstaaten. |
|
Europaeischer Gerichtshof fuer Menschenrechte |
Europaeischer Gerichtshof |
|
Sitz in
Strasbourg. Er sorgt fuer die Umsetzung der
Menschenrechtskonvention. |
Sitz in
Luxemburg. Zustaendig fuer die Auslegung und Anwendung der Vertraege
der EU. |
|
Europaeische
Menschenrechtskonvention |
Allgemeine
Erklaerung der Menschenrechte |
|
Vertrag, durch
den sich die Mitgliedstaaten des Europarats verpflichten,
Grundfreiheiten und -rechte zu achten. Seit 1953 in Kraft.
|
Wurde 1948 von
den Vereinten Nationen (UN) angenommen, um Menschenrechte besser zu
schuetzen. |
Aufgaben
und Arbeitsfelder des Europarats
Durch die Beschreibung der Organe und Institutionen ist schon ein wenig
deutlich geworden, worin die Aufgaben und Arbeitsfelder des Europarats
bestehen. Es ist fast unmoeglich, diese auf wenigen Seiten
zusammenzufassen und dabei so konkret zu werden, dass Sie sich etwas
darunter vorstellen koennen. Deshalb moechte ich in diesem Abschnitt nur
ganz kurz die wichtigsten Aufgabenbereiche aufzaehlen und bei zwei
Beispielen dann sehr konkret werden: dem Bildungsbereich „Staatsbuergerkunde
und Demokratiebildung“ und der Europaeischen Menschenrechtskonvention
(siehe naechste Ausgabe des Newsletters).
Im Europarat lassen sich vier grosse Aufgabenbereiche unterscheiden,
naemlich Menschenrechte, Rechtliche Angelegenheiten, Sozialer
Zusammenhalt und Bildung/Kultur. Diese Aufgabenbereiche sind in vier so
genannten Generaldirektionen organisiert, also grossen Abteilungen, die
wiederum aus vielen Sekretariaten und weiteren Abteilungen bestehen.
Rechtliche Angelegenheiten (Generaldirektion I)
Die Aufgabe dieses Arbeitsbereiches ist es, die Rechtssysteme der
Mitgliedstaaten entsprechend den Standards und Normen des Europarats zu
harmonisieren und darauf hinzuwirken, dass das Recht im Dienste der
Demokratie steht. Die Generaldirektion setzt sich aus zahlreichen Bueros,
Direktionen und Kommissionen zusammen. Der Rechtsberaterdienst z.B.
gewaehrt intern juristischen Beistand und Beratung. Das Vertragsbuero
bewahrt alle originalen Vertraege auf, sammelt Vorbehalte, Ruecktritte
und Aenderungen. Die Direktion fuer juristische Zusammenarbeit arbeitet
mit den Mitgliedstaaten daran, deren Rechtssystem zu modernisieren und
mit den Prinzipien der Demokratie, Menschenrechte und Rechtstaatlichkeit
in Einklang zu bringen. Daneben gibt es noch verschiedene Ausschuesse
und Kommissionen, die sich z.B. mit lokaler Selbstverwaltung,
Strafrecht, Bioethik und Verfassungsfragen beschaeftigen.
Menschenrechte (Generaldirektion II)
Zum Bereich Menschenrechte gehoert die Europaeische
Menschenrechtskonvention und der Gerichtshof sowie alle Aufgaben, die
damit verbunden sind, die Einhaltung der Menschenrechte zu foerdern und
zu kontrollieren und die Umsetzung der Urteile des Gerichtshofs zu
ueberwachen. Wenn ein Mitgliedstaat ein Urteil des Europarats nicht
umsetzt, also z.B. den Schadensersatz an den Klaeger nicht zahlt, kann
seine Mitgliedschaft ausgesetzt oder beendet werden. Das koennen die
Staaten, vor allem die neuen Demokratien, natuerlich kaum riskieren,
denn dies haette z.B. Auswirkungen auf den EU-Integrationsprozess. Im
naechsten Newsletter werde ich die einzelnen Aufgaben dieses
Arbeitsbereichs genauer beschreiben und – wie oben bereits angekuendigt
– der Menschenrechtskonvention und dem Menschenrechtsgerichtshof
besondere Aufmerksamkeit schenken.
Sozialer Zusammenhalt (Generaldirektion III)
Dieser Arbeitsbereich beschaeftigt sich mit verschiedenen Aspekten des
sozialen Zusammenhalts und der Lebensqualitaet. Dazu gehoeren z.B.
Themen wie die Verbesserung der Absicherung fuer sozial Schwache, also
Arbeitslose, alte Menschen und Kinder, Integration von Behinderten,
Umgang mit Roma und Migration, medizinische Versorgung und ethische
Aspekte sowie Drogenmissbrauch. Rund ums Thema Drogen arbeitet z.B. die
sogenannte Pompidou-Gruppe, ein Kreis von Experten, die u.a. ein
Handbuch herausgegeben hat, wie man Jugendliche davon ueberzeugen kann,
keine Drogen zu konsumieren.
Bildung, Kultur u. kulturelles Erbe, Jugend und Sport
(Generaldirektion IV)
Zu diesem Bereich gehoert ein breites Spektrum an Massnahmen, das von
elektronischen Photoausstellungen ueber Drogenpraevention bis zu
Fortbildungsangeboten fuer Lehrer reicht. Allein die Abteilung Bildung
umfasst Hochschulbildung, das Lehren von Geschichte, interkulturelle
Bildung, Sprachen, Roma und Zigeunerkinder und Bildungsreform im
allgemeinen.
Im Bereich Hochschulbildung geht es z.B. um die gegenseitige Anerkennung
von Abschluessen und die Durchfuehrung von Reformen. Unterstuetzung fuer
Geschichtslehrer wird z.B. in Form von Handbuechern und
Trainingsveranstaltungen gegeben. Der Europarat unterstuetzt
internationale Lehrerfortbildungen, die von freien Traegern in
Zusammenarbeit mit den Bildungsministerien organisiert werden. Wenn Sie
sich erfolgreich bewerben, werden Ihre Reise- und Aufenthaltskosten
uebernommen. Bildung fuer Roma wird durch verabschiedete Konventionen,
Studien und Analysen, die Produktion von Unterrichtsmaterial und
Fortbildungen unterstuetzt.
Interkulturelle Bildung wird ebenso auf verschiedenen Ebenen gefoerdert:
auf der bildungspolitischen Ebene mit der Verabschiedung von
Erklaerungen und Konferenzen, der Veroeffentlichung von Guten
Praxis-Beispielen sowie durch Fortbildungen fuer Praktiker.
[zum Inhaltsverzeichnis]
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zum beispiel ...
2005: Das Europäische Jahr zur
Demokratie-Bildung
An diesem Beispiel moechte ich Ihnen
zweierlei zeigen: zum einen sollen Sie einen Einblick erhalten, wie der
Europarat arbeitet und was er konkret tut, zum anderen ist diese Information
fuer Sie und Ihre praktische Arbeit relevant und nutzbar.
Die Anfaenge des Programms zur Demokratie-Bildung im Europarat
Die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten trafen sich im Oktober
1997 in Strasbourg und stellten fest, dass eine beunruhigende Zurueckhaltung
der Buerger gegenueber der Politik zu beobachten ist. Diese zeigt sich zum
Beispiel in der geringen Wahlbeteiligung. Sie entschieden daher, eine
Initiative fuer Demokratie-Bildung zu starten. Der Europarat wurde auf zwei
Ebenen taetig: zum einen verabschiedeten das Ministerkomitee, die
Parlamentarische Versammlung und die Bildungsminister Erklaerungen und
Empfehlungen, die Demokratie-Bildung zum Gegenstand hatten, zum anderen wurde
ein konkretes Projekt begonnen, dessen vorlaeufiger Hoehepunkt das „Europaeische
Jahr zur Demokratie-Bildung“ 2005 ist.
Politischer Rahmen
Zunaechst aber zu den politischen Erklaerungen und Empfehlungen. Diese
sind fuer die Mitgliedstaaten des Europarats zwar nicht rechtlich verbindlich
(wie z.B. die Menschenrechtskonvention), aber eine sehr starke politische
Aufforderung, die ihre Autoritaet daraus bezieht, dass ja die Mitgliedstaaten
selbst – naemlich durch ihre offiziellen Vertreter auf hoechster Ebene
– sich dafuer entschieden haben.
In der sogenannten Budapest-Erklaerung beschlossen die Aussenminister der
Mitgliedstaaten 1997, der Demokratie-Bildung eine hohe Prioritaet einzuraeumen,
eine Empfehlung zu verabschieden und ein Arbeitsprogramm aufzustellen. 2000
trafen sich die Bildungsminister des Europarats und verabschiedeten den
Beschluss von Krakau. Dort wird ein gemeinsames Verstaendnis von
Demokratie-Bildung formuliert, das fortan richtungsweisend war.
Das wichtigste Dokument ist die
Empfehlung des Ministerrats (hier deutsch) an die Mitgliedstaaten vom
Oktober 2002. Diese werden nachdruecklich aufgerufen, in ihren
Bildungspolitiken dem Bereich der Demokratie-Bildung Prioritaet einzuraeumen,
Initiativen zu unterstuetzen, die diesen voranbringen, und geeignete
Aktivitaeten durchzufuehren. Im Anhang der Empfehlung, der Lernziele,
Methoden, Leitlinien zur Lehrerausbildung und –fortbildung sowie Hinweise zum
Einsatz neuer Medien enthaelt, wird u.a. auf die Bedeutung interdisziplinaerer
Ansaetze (z.B. Demokratie-Bildung im Sprachunterricht), die Integration
formaler, ausserschulischer und informeller Bildung und den kreativen Einsatz
von neuen Medien (Computer, Internet, CD-ROM, Multimedia) hingewiesen. Die
Empfehlung steht auch auf
Kroatisch zur Verfügung. Auf
dieser Seite koennen Sie die relevanten politischen Dokumente fuers
Demokratie-Lernen einsehen (alle englisch).
Das Programm zum Demokratie-Lernen
Seit 1997 diese Beschlüsse zum Demokratie-Lernen im Europarat gefasst
wurden, arbeiten mehrere Beamte in einer eigenen Division nur fuer diesen
Bereich.
Hier kommen Sie direkt auf den entsprechenden Abschnitt der Website.
Seither sind sehr viele Projekte durchgefuehrt worden, die alle das gleiche
Ziel haben: die Bedeutung der Demokratie- und Menschenrechtsbildung weiter zu
vermitteln, nuetzliche Materialien zu produzieren und zugaenglich zu machen,
Partnerschaften einzugehen und Fortbildungen anzubieten. Ein paar konkrete
Beispiele:
Gesamteuropaeisches Koordinatoren-Netzwerk: Der Europarat hat die
Mitgliedstaaten gebeten, jeweils eine Person zu nominieren, die fuer
Demokratiebildung zustaendig sein soll. Seither gibt es also 46
EDC-Koordinatoren. Die meisten von ihnen arbeiten in Bildungsministerien,
manche auch an Universitaeten oder in Nichtregierungsorganisationen. Diese
Koordinatoren treffen sich zweimal im Jahr, tauschen Informationen und
Erfahrungen aus, geben Informationen aus ihrem Land an den Europarat weiter
und verbreiten Informationen des Europarats in ihrem Heimatland. In einem
separaten pdf-Dokument finden Sie eine Liste mit „Ihren“ Koordinatoren und den
Kontaktdaten. Ich kenne alle Koordinatoren persoenlich. Sie sind sehr nett und
engagiert, ich kann Ihnen also eine Kontaktaufnahme nur empfehlen!
Laenderstudien ueber Demokratiebildung: Um eine bessere Vorstellung
davon zu bekommen, wie weit die Demokratie-Bildung in den einzelnen Laendern
vorangekommen ist, hat der Europarat Laenderstudien in Auftrag gegeben, die
folgende Aspekte untersuchen: Wie sieht die Bildungspolitik aus? Wie ist der
gesetzliche Rahmen beschaffen? Gibt es Demokratiebildung in den Lehrplaenen?
Welche privaten oder ausserschulischen Aktivitaeten laufen? Die
Schlussfolgerungen dieser Studien sind zusammengefasst worden und fuer
Suedosteuropa wurde festgestellt: die Gesetze gibt es, die guten Absichten
auch, zum Teil auch Lehrplaene und Schulbuecher, aber es mangelt an der
praktischen Umsetzung!
Seminare zum Thema Bildungspolitik und Demokratiebildung: Der Europarat
hat darauf reagiert und Vertreter der Mitgliedstaaten zu einem Seminar nach
Strasbourg eingeladen, wo genau diese Frage besprochen wurde: wie koennen wir
die Verbindung zwischen Theorie und Praxis herstellen? Er unterstuetzt also
Seminare, Fortbildungen und Konferenzen, die haeufig in den Mitgliedstaaten
organisiert werden, indem er zum Beispiel die Reisekosten und Honorare von
Experten, die dort Vortraege und Workshops halten, finanziert.
Entwicklung von Material fuer Praktiker: Um die Praktiker der
Demokratiebildung zu unterstuetzen, hat der Europarat ein
Glossar (deutsch) in Auftrag gegeben, das Begriffe, die fuer die
Demokratie-Bildung wichtig sind, kurz erklaert. Weiterhin gibt es ein dickeres
Werk, das erklaert, welche Faehigkeiten ein idealer Buerger haben sollte. Den
Link dazu finden Sie in diesem Teil weiter unten.
Das Europaeische Jahr zur
Demokratie-Bildung: Demokratie lernen und leben
Das neueste „Projekt“ ist nun das „Europaeische Jahr
zur Demokratie-Bildung“. Der Europarat koordiniert dieses Jahr, das
urspruenglich die bulgarische Regierung vorgeschlagen hat. Das heisst: er
organisiert die Treffen der Arbeitsgruppen, verfasst die Konzeptpapiere, gibt
die Entwicklung eines Logos in Auftrag, stellt relevante Informationen ins
Internet und organisierte die Konferenz zum Start des Jahres.
Das Europaeische Jahr zur Demokratie-Bildung kann man als eine Art europaweite
Kampagne oder einen politischen Rahmen beschreiben. Das uebergeordnete Ziel
dieses Jahres ist es, deutlich zu machen, wie wichtig Bildung ist, um
Buergerinnen und Buerger zu motivieren und zu befaehigen, sich aktiv an der
Gestaltung des gemeinsamen Lebens zu beteiligen. Das kann natuerlich vielerlei
bedeuten: zur Wahl gehen, sich ueber die Programme der politischen Parteien
gruendlich informieren, eine Buergerinitiative gegen den Bau einer grossen
Strasse gruenden, eine Demonstration organisieren, bei einer
Nichtregierungsorganisation mitmachen, in der Schule ein Jugendparlament
gruenden, Fluechtlingen und Armen zu helfen, und vieles mehr.
Wie wichtig Bildung fuer aktives Buergerengagement ist, soll im Jahr 2005 und
darueber hinaus in allen 46 Mitgliedstaaten des Europarats deutlich gemacht
werden. Das bedeutet konkret: in diesem Jahr sind alle Beteiligten aufgerufen,
besonders intensiv daran zu arbeiten, dass mehr Bildungsmassnahmen fuer ein
aktives Buergerengagement stattfindet und dass alle Menschen in Europa
verstehen, dass es eine Demokratie ohne Demokratie-Bildung nicht geben kann.
Die Bildungspolitiker sollen also in diesem Jahr verstaerkt beginnen, mehr als
bisher Demokratie-Bildung in die Lehrplaene der Schulen zu integrieren, es
sollen Schulbuecher geschrieben und gedruckt werden, Lehrer sollen
fortgebildet werden, Schulrektoren sollen ueberlegen, wie in ihrer Schule
Aspekte von „gelebter Demokratie“ (also etwa die Beteiligung von Schuelern an
Entscheidungen) eingefuehrt werden koennen, Institutionen der
Erwachsenenbildung sollen Kursangebote zur Demokratie-Bildung machen und
vieles mehr. Alle Eltern und ueberhaupt alle Buerger sollen ueber Fernsehen,
Radio und Zeitung mitbekommen, dass unter einem gemeinsamen Logo – das Sie
oben in diesem Newsletter sehen – in ganz Europa mit seinen 800 Millionen
Einwohnern Demokratie-Bildung ein großes Thema ist!
Wenn in einem kleinen Dorf in Bulgarien ein Seminar fuer 15 Jugendliche
stattfindet, ist dies eben keine winzige, isolierte Massnahme, sondern eine
von tausenden von Massnahmen, die 2005 in 46 Laendern durchgefuehrt werden.
Der Europarat hat als Vorbereitung einiges unternommen, damit dieses
europaweite Vorhaben nicht nur gelingt, sondern auch als das von der
Oeffentlichkeit und allen Beteiligten wahrgenommen wird, was es tatsaechlich
ist: Eine gemeinsame europaeische Anstrengung fuer Demokratie und
Menschenrechte!
Das Sekretariat, das dieses Jahr koordiniert, bietet daher zur
Unterstuetzung aller Beteiligten, und das sind auch Sie, eine Website
fuer das Jahr an, die es leider nur auf Englisch gibt. Inhaltlich finden Sie
aber alle Informationen hier in diesem Newsletter. Nachstehend finden Sie
Links zu Dokumenten, die es auch in anderen Sprachen gibt. Was Sie auf alle
Faelle nutzen koennen, ist das Logo, den Slogan (Werbespruch), das Poster und
andere Materialien
(direkter Link), die zum Herunterladen zur Verfuegung stehen. Wenn
Sie das Logo fuer Ihre eigenen Aktivitaeten zur Demokratie-Bildung nutzen
wollen (wie wir z.B. fuer diesen Newsletter), sollten Sie den Koordinator
Ihres Landes darueber informieren.
Materialien
Der Europarat hat eine Reihe von Handbuechern und Materialien hergestellt, die
fuer das Demokratie-Lernen und Menschenrechtsbildung genutzt werden koennen:
COMPASS: ein umfangreiches Handbuch mit praktischen Anleitungen, wie
man Unterricht ueber Menschenrechte gestaltet. Die englische, franzoesische
und russische Version koennen Sie im Internet ansehen und herunterladen:
Compass englisch
franzoesisch
russisch
COMPASS ist auch auf Bosnisch, Bulgarisch, Deutsch, Kroatisch, Mazedonisch und
Rumaenisch uebersetzt, jedoch meines Wissens im Internet noch nicht
veroeffentlicht. Bitte fragen Sie Ihren jeweiligen EDC-Koordinator nach den
Kontaktdaten der verantwortlichen Organisationen!
Die Europaeische Charta fuer eine demokratische Schule ohne Gewalt:
Diese Charta wurde bei einer Konferenz im Juli 2004 von Schuelern aus ganz
Europa entworfen und verabschiedet. Die Jugendlichen rufen alle Schulen auf,
sich aufgrund dieses Texts Gedanken zu machen, wie die Institution Schule
gewaltfreier werden kann und wie demokratische Werte im Rahmen des Moeglichen
umgesetzt werden koennen.
Charta in allen Sprachen
Werkzeugkoffer fuer Demokratiebildung („EDC Pack“): Der Europarat hat
eine Reihe von Dokumenten entwickeln lassen, die Menschen, die mit
Demokratie-Bildung auf verschiedenen Ebenen zu tun haben (Bildungspolitiker,
Beamte in Bildungsministerien, Mitarbeiter in Fortbildungsinstitutionen,
Lehrertrainer, Lehrer, Mitarbeiter von NGOs etc.), bei ihrer Arbeit
unterstuetzen sollen. Der Werkzeugkoffer ist ein geeignetes Bild, denn jeder
kann dort das Werkzeug heraussuchen, das er gerade braucht.
Es gibt 5 Werkzeuge (hier direkter Zugriff auf die Seite, leider bisher
alles nur auf Englisch und sehr lange Download-Zeiten!):
- Werkzeug 1 besteht aus einem
Glossar, in dem Begriffe der Demokratie-Bildung erklaert werden, und einer
Studie, die zusammenfasst, wie es im Europa des Europarats um die
Bildungspolitik im Bereich der Demokratiebildung bestellt ist.
Glossar deutsch,
Glossar englisch,
Glossar franzoesisch,
Studie englisch,
Studie franzoesisch
- Werkzeug 2 bezieht sich auf die
demokratische Organisation von Bildungseinrichtungen und stellt eine
internationale Studie zur Verfuegung, die zeigt, dass Schueler, die
Demokratie-Bildung erhalten und sich z.B. in Schuelerparlamenten engagieren,
auch ausserhalb der Schule aktivere Buerger sind.
Studie englisch
- Werkzeug 3 ist eine Publikation zum
Thema „Lehrerfortbildung“. Sie umfasst 43 Seiten im englischen Original und
bespricht in vier Kapiteln folgende Themen: die Notwendigkeit von
Lehrerfortbildung, Strukturen und Mechanismen, was der Lehrer lernen muss,
und welche Prozesse und Methoden man dazu braucht:
Lehrerfortbildung englisch . Voraussichtlich wird dieses Dokument bald
in weitere Sprachen uebersetzt.
- Werkzeug 4 ist eine Publikation,
die sich mit der Frage der Qualitaetssicherung von Demokratie-Bildung
befasst. Dieses Werkzeug wird in den naechsten Wochen in der Endfassung
vorliegen und dann im Internet zum Herunterladen zur Verfuegung stehen. Wir
rechnen damit, dass bis spaetestens im Herbst 2005 die Uebersetzungen in die
Sprachen Suedosteuropas fertig sind. Ich werde Sie zu gegebener Zeit
darueber informieren.
Weitere Materialien, die Sie praktisch
nutzen koennen: D@dalos hat in Zusammenarbeit mit dem Europarat bereits
2000 ein
Handbuch auf seiner Webseite zur Verfuegung gestellt, das theoretische und
praktische Anleitungen gibt, wie man Menschenrechte im Unterricht behandelt.
Sprachlich wird das Handbuch von Nutzern aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien,
Serbien und Montenegro verstanden.
Die Abteilung fuer Jugend im Europarat hat ein sogenanntes Training Kit
erarbeitet, in dem Sie Hilfestellungen fuer interkulturelles Lernen und die
Durchfuehrung von Trainingsveranstaltungen im allgemeinen finden. Neben dem
theoretischen Hintergrund fuer interkulturelles Lernen werden konkrete und
detaillierte Anweisungen fuer Uebungen (z.B. Rollenspiele) angeboten.
Training Kit englisch,
Training Kit franzoesisch
Studien zum Thema Demokratie-Lernen:
- Francois Audigier: Schluesselkompetenzen
eines demokratischen Buergers; Originaltitel: Basic
Concepts and Core Competencies for Education for Democratic Citizenship
albanisch
englisch
kroatisch
serbisch
- Cesar Birzea: Demokratielernen –
lebenslanges Lernen; Originaltitel: Education for
Democratic Citizenship. A lifelong learning experience.
englisch
rumaenisch
serbisch
- Karlheinz Duerr: Demokratielernen in
Europa; Originaltitel: Strategies for Learning Democratic Citizenship.
deutsch
englisch
franzoesisch
kroatisch
serbisch
- Cesar Birzea: Gesamteuropaeische Studie
ueber die Politiken der Demokratieerziehung;
Originaltitel: All-European Study on Policies for Education for Democratic
Citizenship.
englisch und
franzoesisch
- Cesar Birzea: Gesamteuropaeische Studie
ueber die Politiken der Demokratieerziehung – Region Westeuropa
deutsch
Bibliographien
Mitja Sardoc aus Slowenien hat eine
umfangreiche und mit kurzen Kommentaren versehene Bibliographie in englischer
Sprache zusammengestellt. Die meisten der genannten Werke sind beim Europarat
bestellbar. Eine zweite englische Bibliographie stellt Publikationen rund ums
Thema demokratische Strukturen (etwa in der Schule) und Demokratielernen vor.
Link zu beiden Bibliographien
Praktische Tipps, wie Sie sich konkret an diesem Jahr zur
Demokratie-Bildung beteiligen koennen:
1) Nehmen
Sie mit Ihrem Koordinator Kontakt auf! In allen Laendern Suedosteuropas sind
nationale Kommissionen gebildet worden, die alle Aktivitaeten auf nationaler
Ebene koordinieren. Ihr Koordinator kann Sie ueber nationale Aktionsplaene
informieren, oder vielleicht koennen Sie sogar bei der Kommission mitarbeiten!
2) Wenn
Sie selbst in der Demokratie-Bildung taetig sind, koennen Sie Ihre Seminare,
Kurse und Publikationen als Beitrag zu dem Europaeischen Jahr erklaeren und
dies auch in der Oeffentlichkeit – etwa in Presseerklaerungen oder im
Gespraech mit Journalisten – betonen.
3) Sie
koennen – in Absprache mit Ihrem Koordinator – die Logos auf Ihren
Publikationen, Seminarunterlagen und anderen Dokumenten verwenden und damit
deutlich machen: diese Massnahme steht nicht fuer sich alleine, sondern ist
ein Mosaikstein einer Aktion, die in 46 Staaten Europas stattfindet!
4) Sie
koennen Veranstaltungen oder Veroeffentlichungen fuer Lehrerinnen und Lehrer
oder anderen Multiplikatoren organisieren und diese Information ueber das Jahr
an sie weitergeben.
5) Wenn
Sie mit Bildungsbehoerden auf regionaler und kommunaler Ebene
zusammenarbeiten, koennen Sie die Beamten ueber das Jahr informieren, falls
diese davon noch nicht gehoert haben. Vielleicht kann der Hinweis, dass die
eigene Regierung Demokratie-Bildung sehr wichtig findet und sich fuer die
Durchfuehrung dieses Europaeischen Jahrs eingesetzt hat, bei praktischen
Problemen mit den Ministerien, Inspektoraten oder Lehrerfortbildungsinstituten
helfen.
6) Zitieren
Sie die politischen Dokumente, wenn Sie Finanzierungsantraege stellen oder um
Genehmigungen fuer Bildungsmassnahmen ersuchen! Das Personal in den Behoerden
und bei den Geldgebern muss verstehen, dass Sie entsprechend der politischen
Absichten und Entscheidungen Ihrer Regierung handeln!
7) Besuchen
Sie die Bueros des Europarats in Ihrem Land oder schreiben Sie den
Kontaktpersonen. Diese Bueros haben vielleicht wichtige Informationen ueber
das Jahr und sind moeglicherweise in der Lage, Dokumente uebersetzen zu
lassen, die es bisher in Ihrer Sprache nicht gibt.
8) Treffen
Sie sich mit anderen Anbietern von Bildungsmassnahmen oder setzen Sie sich mit
Ihren Kolleginnen und Kollegen in der Schule zusammen. Vielleicht faellt Ihnen
eine gute Idee ein, wie Sie sich als Institution an diesem Jahr beteiligen
koennen.
[zum Inhaltsverzeichnis]
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im web
Die Website des Europarats
www.coe.int
Was Sie hier erwarten koennen
Das Internetangebot des Europarats ist von ungeheurem Umfang und
sehr informativ, allerdings ist es gerade durch den Umfang und die
vielen Sprachversionen ziemlich schwierig, genau das zu finden, was man
wissen moechte. Das Angebot beinhaltet nicht nur Texte und Informationen
ueber den Europarat, sondern auch jede Menge Dokumente, Abschriften von
Urteilen des Gerichtshofs, Unterrichtsmaterialien und vieles mehr.
Ich werde Sie in diesem Abschnitt durch die Seite fuehren und Ihnen
zeigen, wie Sie schnell und gezielt zu allgemeinen Informationen ueber
den Europarat kommen – auch in Ihren Landessprachen. Eine Hilfe fuer Sie
koennten die vom Europarat eigens entwickelten Unterrichtsmaterialien
sein, die es groesstenteils auch in Ihren Sprachen gibt. Ich werde Ihnen
ferner das deutsche Portal zeigen und die beiden Suchfunktionen
erklaeren.
Ausserdem finden Sie Hinweise, wo Sie – neben den fertigen Broschueren –
Informationen zu den Organen des Europarats finden. Die genaue
Besprechung der einzelnen Arbeitsbereiche halte ich in diesem
Zusammenhang fuer weniger relevant, zumal die Detailinformationen nur
auf Englisch zur Verfuegung stehen. Ich werde Sie am Schluss zu ein paar
konkreten Ressourcen fuehren, die Ihnen im Bildungsbereich nutzen
koennten, und direkt die Stelle zeigen, wo Sie Publikationen bestellen
oder herunterladen koennen.
Sprachversionen auf der Webseite
Wenn Sie die englische Sprachversion nicht benutzen wollen, kommen
Sie ueber den Link SITE MAP zu einem Fenster, in dem Sie 32 andere
Sprachen waehlen koennen. Für die Sprachen Englisch, Franzoesisch,
Italienisch, Russisch und Deutsch gibt es Portale. Allerdings sind oft
nur die Startseiten in den jeweiligen Sprachen, alle anderen Dokumente
gibt es wieder nur auf Englisch.
Fuer Suedosteuropa (SOE) gibt es derzeit auf Albanisch, Bosnisch,
Bulgarisch, Kroatisch, Mazedonisch und Rumaenisch ein reduziertes
Informationsangebot: allgemeine Informationen ueber den Europarat und
Unterrichtsmaterial fuer Lehrer, um Schuelern die Europaeische
Konvention der Menschenrechte zu erklaeren.
Ueber den Europarat und Unterrichtsmaterialien
Die allgemeine Information in „Der Europarat, 800 Millionen Europaer“
(ca. 100 Seiten) gibt Ihnen einen wirklich guten Einblick in die
Geschichte, Struktur, Funktionsweise und Arbeitsfelder sowie konkrete
Taetigkeiten. Darueber hinaus finden Sie dort viele Literaturhinweise,
Adressen von Informationszentren in den einzelnen Laendern und kurz
erklaerte Links zu weiteren Internetseiten.
An gleicher Stelle finden Sie das Lehrmaterial. Die deutsche
Sprachversion bietet Ihnen 10 Arbeitsblaetter zum Thema „Die Demokratie
im Unterricht“. Jedes Unterthema wird kurz beschrieben, die Lernziele
formuliert, und Ideen fuer Uebungen und Aktivitaeten im Unterricht
gegeben. Zum Thema „Antworten auf eine multikulturelle Gesellschaft“
wird beispielsweise angeregt, dass jeder Schueler einen Stammbaum seiner
Familie erstellt und herausfindet, wo seine Vorfahren herkamen. Leider
gibt es diese Arbeitsblaetter in den Sprachen Suedosteuropas nicht. In
deutscher Sprache gibt es ausserdem 10 Arbeitsblaetter und 5
Informationsblaetter rund ums Thema Menschenrechte.
In allen Sprachen SOE finden Sie leicht verstaendliche Informationen
ueber den Europarat und die Menschenrechtskonvention und Anleitungen zu
Uebungen, die mit Schuelern durchgefuehrt werden koennen. Hier die
direkten Links zu den einzelnen Sprachen:
Albanisch,
Bosnisch,
Bulgarisch,
Deutsch,
Kroatisch,
Mazedonisch,
Rumaenisch,
Englisch
Ihr Land im Europarat
Wenn Sie Genaueres ueber Ihr Land wissen wollen, finden Sie
hier kurze Laenderprofile. Sie koennen eine kurze Biographie Ihres
Aussenministers, der im Ministerkomitee sitzt, lesen und erfahren alle
Namen, Telefonnummern und E-Mail Adressen und sehen sogar
Portrait-Photos derjenigen, die Ihr Land im Europarat vertreten (also
der Staendigen Vertreter und der Abgeordneten in der Parlamentarischen
Versammlung sowie im Kongress der Gemeinden und Regionen). Sie koennen
ausserdem nachsehen, welche Konventionen Ihr Land bereits unterschrieben
und ratifiziert hat.
Das deutsche Portal
Um Ihnen das erweiterte Angebot zu zeigen, empfehle ich das
deutsche Portal, durch das ich Sie jetzt fuehren moechte. Sie
erreichen es entweder direkt ueber obigen Link, oder gehen den normalen
Weg ueber die englische SITE MAP und klicken dann im Kasten „German
portal“ an.
Um auf eine Uebersicht der angebotenen Themen zu kommen, gehen Sie bitte
zum Link
SITE MAP. Wenn Sie nicht zu sehr in die Tiefe gehen wollen und einen
guten Ueberblick an einer Stelle suchen, sind Sie hier richtig. Sie
finden praegnante Informationen zu Entstehung und Geschichte, Struktur
und Arbeitsfeldern. Die Texte sind recht aktuell von Sommer oder Herbst
2004, und dort haben Sie auch Zugang zu Logos und fertigen Broschueren
in unterschiedlichem Umfang.
Suchen und (hoffentlich) finden
Wenn Sie Informationen zu einem ganz spezifischen Thema suchen,
werden Sie vermutlich beim
Themen-Index von A – Z fuendig. Der Nachteil ist, dass mehr als die
Haelfte der Seiten auf Englisch sind. Es gibt noch eine zweite Art und
Weise zu suchen: ueber die „Search“-Funktion auf der oberen horizontalen
Leiste, oder
direkt hier. Allerdings geht das nur in den 5 „Hauptsprachen“. Sie
koennen ueber die Neuigkeiten-Suche entweder chronologisch die
Verlautbarung von Neuigkeiten – das koennen Konferenzen,
Buchveroeffentlichungen, Erklaerungen sein - oder Begriffe eingeben.
Selten fuehren die kurzen Texte von ein paar Zeilen zu weiteren Quellen
im Internet. Weiterhin gibt es eine sehr umfangreiche Dokumentensuche
und verschiedene Datenbanken, auf die Sie von hier aus zugreifen koennen.
Organe und Institutionen genauer erklaert
Wenn Sie detaillierte Informationen zu den einzelnen Organen und
Institutionen suchen, finden Sie diese auf der Seite
SITE MAP.
Arbeitsbereiche – nur auf Englisch
Weiter unten und links auf der
SITE MAP-Seite erscheinen die vier Arbeitsbereiche (Taetigkeiten) –
Menschenrechte, Rechtliche Angelegenheiten, Sozialer Zusammenhalt und
Bildung/Kultur/Jugend/Sport. Nur die kurzen Einfuehrungstexte sind deutsch,
alles andere steht auf Englisch und Franzoesisch zur Verfuegung.
Menschenrechte - viele gute Information und Materialien!
Die Abteilung Zusammenarbeit und Bewusstseinsbildung stellt eine Fuelle
von Informationsmaterialien zu verschiedenen Aspekten der Menschenrechte zur
Verfuegung, und dies zum Teil in verschiedenen Sprachen. Sie finden z.B. einen
kurzen Fuehrer durch die Europaeische Menschenrechtskonvention auf albanisch,
kroatisch und russisch. Der Zugang ist ein wenig aufwaendig, lohnt sich aber:
Sie finden auf
dieser Seite drei verschiedene Zugaenge zu einer Datenbank. Die erste
ignorieren Sie am besten, denn sie ist sehr schwer zu bedienen.
In der Mitte der Seite befindet sich eine Datenbank mit 14 Dokumenten.
Waehlen Sie die gewuenschte Sprache und den Titel „Subject“. Sie finden dann
sofort eine Liste mit allen Dokumente, die es in dieser Sprache gibt.
Genau darunter ist ein dritter Zugang zu etwa 80 Dokumenten. Waehlen Sie den
englischen Titel des Dokuments an, fuer das Sie sich interessieren. Sie sehen
dann sofort, welche Dokumente in welchen Sprachen als pdf-Datei verfuegbar
sind. Beispiele fuer Dokumente:
- Handbuch zum Thema Schutz von Rechten der
Frau (serbisch, mazedonisch)
- Dokument zur Wehrdienstverweigerung aus
Gewissensgruenden (englisch, serbisch)
- Europaeische Charta fuer regionale oder
Minderheitensprache (serbisch, tuerkisch)
Kultur und Bildung
Auf der
Startseite fuer Bildung, Kultur, kulturelles Erbe, Jugend und Sport wird
kurz vorgestellt, in welchen Bereichen der Europarat taetig wird. Obwohl die
Links auf der linken Seite zu den Beschreibungen der einzelnen Arbeitsfelder
deutsch sind, werden Sie enttaeuscht, denn alle weiteren Seiten sind nur auf
Englisch verfuegbar. Hier ein paar wichtige Links:
Ausgewaehlte Quellen fuer den
Bildungsbereich
Im folgenden habe ich einige zum Teil mehrsprachige Quellen, die Sie
interessieren koennten, ausgewaehlt:
Wenn Sie als Sportlehrer oder im Sportverein arbeiten und wissen wollen, wie
man mit den Themen Doping und Fair Play umgeht, finden Sie die
Anti-Doping Konvention und ein
Handbuch – beides auf Englisch.
Fuer Geschichtslehrer koennte die
Empfehlung des Ministerkomitees zum Geschichtsunterricht interessant sein
(englisch und einige Sprachen Suedosteuropas). Zum Thema „Die Geschichte
Europas im 20. Jahrhundert unterrichten“ finden Sie
Handbuecher fuer Lehrer auf Englisch, Albanisch und Serbisch. Jean-Michel
Lecomte hat das Werk
„Teaching about the Holocaust in the 21th Century”
geschrieben (englisch).
Eine ungewoehnliche Methode der Geschichtsvermittlung ist die Simulation von
geschichtlichen Ereignissen:
hier finden Sie einen Bericht auf englisch, der detailliert beschreibt,
wie die Simulation der Versailler Friedensverhandlungen 1919 konzipiert,
organisiert und durchgefuehrt wurde.
Beeindruckend fand ich eine
englische Publikation, die 50 Filme zu den Themen Nationalismus, Frauen,
Immigration und Menschenrechte ausfuehrlich bespricht und Hinweise zu ihrem
paedagogischen Einsatz gibt.
Alle wichtigen Links zu relevanten Dokumenten und Materialien im Bereich der
Demokratie-Bildung wurden im vorherigen Abschnitt ueber das Europaeische Jahr
behandelt.
Publikationen des Europarats auf Englisch
Der Europarat veroeffentlicht zahllose
englische Publikationen, die Sie entweder als pdf-Dokument herunterladen
oder in Strasbourg gegen einen Unkostenbeitrag bestellen koennen.
Bestellen von Publikationen im Bereich Demokratie-Bildung
Bestellen von Publikationen im Bereich Bildung
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